Zu Unrecht einen Bußgeldbescheid bekommen?

Jetzt Einspruch einlegen!

Sie benötigen bei einem Unfall Unterstützung?

Jetzt Hilfe holen!

Kofferraum richtig laden Damit der Inhalt nicht zum Geschoss wird

Nach einer Umfrage der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse 2014 nutzten 43,5% der Deutschen ihr geliebtes Auto, um in den Urlaub zu fahren. Mit dabei sind, neben dem üblichen Gepäck auch Sportgeräte, wie etwa Fahrräder und Boote mit dazugehörigen Paddeln. Doch unzureichend gesicherte Ladungen in PKWs können bei Polizeikontrollen nicht nur zu schmerzhaften Geldbußen und einen Punkt im Verkehrszentralregister führen, sondern gefährden auch tatsächlich das Leben der Insassen und kann daher als Straftat geahndet werden!

Bußgelder sind die Folge mangelnder Sicherung

Gemäß § 22 StVO „ist die Ladung einschließlich der Geräte zur Ladungssicherung, sowie Ladeeinrichtungen so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.“

Gerät das Fahrzeug in eine Polizeikontrolle, so kann ein Bußgeld in Höhe von 35 € fällig werden, wenn der PKW nicht ausreichend gesichert ist. Wurde jemand aufgrund der mangelhaften Sicherung gefährdet, so wird ein Bußgeld von 60 € fällig, sowie ein Punkt im Verkehrszentralregister. Ist sogar ein Unfall Folge einer ungesicherten Ladung, erhöht sich das Bußgeld auf 75 € zusammen mit dem Punkt im Verkehrszentralregister. Für unsere jungen Leser: ein Verstoß gegen die mangelnde Sicherung ist ein sog. „B-Verstoß“ und führt im Falle des Erhalts eines Punktes nicht zur Verlängerung der Probezeit!

Mit der mangelnden Sicherung geht auch meistens eine Überladung des PKW einher. Bereits ab einer Überschreitung von 5 % der zulässigen Höchstgrenze erhält man einen Denkzettel, der mit 10 € Strafe bewehrt ist. Eine Überladung von mehr als 20 % wird bereits mit 95 € und einem Punkt geahndet.

Wird in Ihrem PKW jemand aufgrund mangelhaft gesicherter Gegenständen verletzt, kann auch eine Strafverfolgung wegen fahrlässiger Körperverletzung drohen.

Das rät das BULEX-Team dazu:

Einen PKW gut zu laden erfordert Zeit und Geduld. Gepackt wird der Großteil des Gepäcks daher bestenfalls am Abend vor der Abfahrt. Die Rückensitzlehne sollte nur umgeklappt werden wenn dies nötig ist, da sie als wichtiger Schutz zwischen Ladung und Insassen dient. Auch Laderaumgitter bzw. -netze sollten benutzt werden. Sollte solch eine Vorrichtung nicht im Auto vorhanden sein, ist das Sichern durch Zurrgurte zu empfehlen. Solche Zurrgurte gibt es beispielsweise erschwinglich beim schwedischen Möbelriesen zu erwerben. Auch das zulässige Gesamtgewicht der Ladung ist im Auge zu behalten. Das zulässige Höchstgewicht der Ladung findet man meist im Tankdeckel oder im Handbuch des Fahrzeugs. Zu guter Letzt noch ein rein praktischer Tipp: Vergewissert euch, dass Warnwesten im Insassenbereich parat sind und Verbandskasten und Warndreieck nicht schwer zugänglich im Kofferraum gelagert wurde. Im Fall eines Unfalls möchten man nicht das komplette Gepäck auspacken, um an das Warndreieck zu gelangen. Das Thema ist auch schadensrechtlich wichtig, da Beschädigungen, die durch falsches Beladen des Fahrzeugs entstehen meist nicht von der Kaskoversicherung gedeckt sind!

Das BULEX-Team wünscht Euch einen schönen erholsamen Sommerurlaub und wünscht stets gute Fahrt!

Q